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Artikel-Schlagworte: „Lebensqualität“

Über sich selbst nachdenken

kann äußerst sinnvoll sein. Am Schluß eines (Arbeits)Tages fünf oder zehn Minuten innezuhalten, kann Wunder wirken. Lassen Sie den Tag noch einmal vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren, denken Sie sich noch einmal in die vergangenen Situationen hinein.

Und fragen Sie sich dann, ob alle Ihre Gedanken, Taten, Entscheidungen in Ordnung waren. Oder gibt es Dinge, die Sie vielleicht später anders entschieden hätten? Es geht hier nicht darum, sich selbst Vorwürfe zu machen. Es geht darum zu überprüfen, ob der vergangene Tag erfolgreich war, zur Zufriedenheit beitrug und möglicherweise für andere Menschen eine Hilfe war.

Nur wer sich heute darüber in klaren ist, daß etwas nicht so gut lief, kann es morgen besser machen. Dieses Nachdenken über sich selbst kann wie eine Befreiung wirken. Wir wissen, daß wir niemals vollkommen werden, aber wir können jeden Tag etwas besser, freundlicher, gelassener und fröhlicher werden. – Probieren Sie es doch einmal aus, es lohnt sich.

Zeitmanagement

wird von vielen Menschen verstanden, den Terminkalender “vollzupacken”, um ja die Zeit vollkommen zu nutzen, und um keine Zeit zu verlieren.

Dabei ist Zeitmanagement viel mehr. Mit Zeitmanagement teilen wir die uns zur Verfügung stehende Zeit vielmehr sinnvoll ein. Das betrifft nicht nur unser berufliches Leben, sondern alle Lebensbereiche. Die Ausgewogenheit zwischen Beruf, Familie, Gesundheit, Finanzen usw. ist es, die unsere Lebensqualität bestimmt. Auch Pausen, Sport und Hobbies werden “geplant”, sie sind wie ein Zwischenstop für die Seele. Menschen mit dieser Einstellung jagen dem Erfolg nicht hinterher. Aufgrund ihrer reifen Persönlichkeit und ihrer Konzentration auf das wesentliche kommt ihnen der Erfolg entgegen. Und diese Menschen kennen auch keine Hektik, weil sie sich ihren Tag gut einteilen.

Bitte bedenken Sie: Zeit ist unser kostbarstes Gut. Vergangene Zeit ist für immer weg, sie kann nie mehr nachgeholt werden.

Entweder – oder?

In dem Film “Satte Farben vor Schwarz” spielen Senta Berger und Bruno Ganz als Anita und Fred ein seit Jahrzehnten verheiratetes Ehepaar. Als Fred sich eines Morgens ins Büro verabschiedet, sieht Anita ihn kurz darauf auf der Straße und folgt ihm in ein leeres Appartement. Sie denkt sofort an eine Geliebte und stellt Fred zur Rede. Doch Fred hat dieses Appartement gekauft, um einen Ort zu haben, an dem er in Ruhe nachdenken kann. Im Laufe des Gespräches stellt Anita ihm ein Ultimatum: “Die Wohnung oder ich.”

Was hier böse klingt, führt im Film doch noch zu einem guten Ende. Und was ist mit uns?

Wir werden täglich vor neue Entscheidungen gestellt. Sehr häufig geht es dabei um entweder-oder. Bei den meisten Menschen ist diese Denkweise derartig verhaftet, daß sie sich eine andere Variante gar nicht vorstellen können.

Im Grunde ist es unangenehm, nur zwischen diesen beiden Polen entscheiden zu müssen. Dabei gibt es so gut wie immer mehr Möglichkeiten als nur zwei. Darauf zu kommen und damit umgehen zu können, erfordert etwas Toleranz und den Blick über den berühmten Tellerrand.

Erfreulicherweise kann das entweder-oder auch in ein sowohl-als auch verwandelt werden. Entweder-oder läßt immer nur eine Möglichkeit zu und verengt den Blick nur darauf – und es gibt immer einen Verlierer. Sowohl-als auch läßt mindestens zwei Möglichkeiten zu und öffnet den Blick für weitere – und damit auf Erfolg.

Entweder-oder-Menschen sind oft frustriert und unzufrieden, weil sie sich durch Selbstbeschränkung in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit blockieren. Sowohl-als auch-Menschen sind optimistisch und erfolgreich und ergreifen die Chancen, die sich ihnen bieten. Das fördert ganz nebenbei die Lebensqualität.

In allen Bereichen unseres Lebens gibt es die Gelegenheit, aus dem Zwang des Entweder-oder auszubrechen. Dazu ist nur der Wille notwendig, die Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Der Volksmund sagt: Lieber arm und gesund als reich und krank. Was für eine armselige Alternative. Ist es nicht viel sinnvoller, seine Energie dafür eizusetzen, dem Ziel reich und gesund näherzukommen?

Worauf warten Sie?

Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt.
Dante Alighieri (1265-1321)

Nicht nur heute, nicht im Mittelalter oder sonstwann: Zu allen Zeiten werden Menschen von Aufschieberitis heimgesucht. Worauf warten Sie? Was hält Sie auf, die Dinge zu tun, die getan werden müssen?
Warten Sie nicht auf bessere Zeiten, sie werden nicht kommen. Fangen Sie einfach an, sich selbst bessere Zeiten zu schaffen. Das ist der der beste Weg zu mehr Erfolg und mehr Lebensqualität.
Wie das geht? Fragen Sie hier:

Zeit für das Unwesentliche

An einem Seeufer sitzt ein Mann und versucht, mit seinen Händen Fische zu fangen. Ein Wanderer kommt vorbei, klopft dem Fischer auf den Rücken und sagt: “He, guter Mann, komm, ich zeige dir, wie man Netze knüpft. Damit kannst du viel schneller und mehr Fische fangen als von Hand.” Der Fischer ist so auf den See konzentriert, daß er kaum richtig zugehört hat. Ohne aufzublicken, ant-wortet er dem Wanderer: “Keine Zeit, ich muß jetzt Fische fangen.”
Aus René Egli, Das LOLA-Prinzip, Oetwil (Schweiz) 1994

Manchen Menschen mag es ähnlich gehen. Dabei ist die Aussage des Fischers aus zweierlei Gründen bemerkenswert. Zum einen hat er keine Zeit, zu anderen folgt daraus die Konzentration auf das Unwesentliche. Die Floskel “keine Zeit” gehört für viele zum – sehr häufig unbewußten – Standardvokabular.  Ob diese Menschen wissen, was ihnen dadurch entgeht?

Wer sich ständig zuggeriert, keine Zeit zu haben, läuft dem Leben hinterher – oder das Leben geht an ihm vorbei. Beides fördert weder das Wohlbefinden noch das Selbstbewußtsein.

Nur wer sich seiner Zeit bewußt ist, weiß um die Endlichkeit der Zeit und kann versuchen,  sie sinnvoll zu nutzen. Diese Menschen befreien sich von der negativen Formulierung “keine Zeit”, um ihr Gehirn nicht für wesentliche Dinge zu blockieren. Sie haben ihre Zeit im Griff und sind auf eine souveräne Weise offen für Neues in ihrer Welt. Deshalb sind sie in der Lage, ihr Leben selbst
zu gestalten und dementsprechend zu genießen.

Schon vor rund 2.400 Jahren sagte Sokrates: “Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.”

Manfred Flügge