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Archiv für die Kategorie „Zeitmanagement“

Zeitmanagement

wird von vielen Menschen verstanden, den Terminkalender “vollzupacken”, um ja die Zeit vollkommen zu nutzen, und um keine Zeit zu verlieren.

Dabei ist Zeitmanagement viel mehr. Mit Zeitmanagement teilen wir die uns zur Verfügung stehende Zeit vielmehr sinnvoll ein. Das betrifft nicht nur unser berufliches Leben, sondern alle Lebensbereiche. Die Ausgewogenheit zwischen Beruf, Familie, Gesundheit, Finanzen usw. ist es, die unsere Lebensqualität bestimmt. Auch Pausen, Sport und Hobbies werden “geplant”, sie sind wie ein Zwischenstop für die Seele. Menschen mit dieser Einstellung jagen dem Erfolg nicht hinterher. Aufgrund ihrer reifen Persönlichkeit und ihrer Konzentration auf das wesentliche kommt ihnen der Erfolg entgegen. Und diese Menschen kennen auch keine Hektik, weil sie sich ihren Tag gut einteilen.

Bitte bedenken Sie: Zeit ist unser kostbarstes Gut. Vergangene Zeit ist für immer weg, sie kann nie mehr nachgeholt werden.

Keine Zeit?

Unternehmer kleiner und mittlerer Firmen haben nach eigener Aussage in vielen Fällen zwei Probleme: Keine Zeit und nicht die “richtigen Mitarbeiter”. Woher kommt das? Fehlende Zeit ist teilweise das Ergebnis keiner oder ungenügender Tagesplanung mit entsprechenden Prioritäten.
Unternehmer verrichten oftmals die “falsche” Arbeit. Sie arbeiten meisten mehr in als an ihrem Unternehmen. Sie spielen “Feuerwehr”, hetzen zwischendurch zu Kunden, kaufen Material ein usw. Damit ist leicht ein Zwölfstundentag zu füllen.
“Was ist falsch daran,” werden Sie fragen. “So läuft eben der Alltag.”
Ist das sinnvoll? Müssen Unternehmer sich um alles kümmern? Teilnehmer meiner Semimare und Workshops trainieren, den Arbeitsalltag aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Eine überaus sinnvolle Aufgabe ist es, die sogenannte Routine als “System” zu installieren. Und die Mitarbeiter? Mehr dazu erfahren Sie hier:

Zeit für das Unwesentliche

An einem Seeufer sitzt ein Mann und versucht, mit seinen Händen Fische zu fangen. Ein Wanderer kommt vorbei, klopft dem Fischer auf den Rücken und sagt: “He, guter Mann, komm, ich zeige dir, wie man Netze knüpft. Damit kannst du viel schneller und mehr Fische fangen als von Hand.” Der Fischer ist so auf den See konzentriert, daß er kaum richtig zugehört hat. Ohne aufzublicken, ant-wortet er dem Wanderer: “Keine Zeit, ich muß jetzt Fische fangen.”
Aus René Egli, Das LOLA-Prinzip, Oetwil (Schweiz) 1994

Manchen Menschen mag es ähnlich gehen. Dabei ist die Aussage des Fischers aus zweierlei Gründen bemerkenswert. Zum einen hat er keine Zeit, zu anderen folgt daraus die Konzentration auf das Unwesentliche. Die Floskel “keine Zeit” gehört für viele zum – sehr häufig unbewußten – Standardvokabular.  Ob diese Menschen wissen, was ihnen dadurch entgeht?

Wer sich ständig zuggeriert, keine Zeit zu haben, läuft dem Leben hinterher – oder das Leben geht an ihm vorbei. Beides fördert weder das Wohlbefinden noch das Selbstbewußtsein.

Nur wer sich seiner Zeit bewußt ist, weiß um die Endlichkeit der Zeit und kann versuchen,  sie sinnvoll zu nutzen. Diese Menschen befreien sich von der negativen Formulierung “keine Zeit”, um ihr Gehirn nicht für wesentliche Dinge zu blockieren. Sie haben ihre Zeit im Griff und sind auf eine souveräne Weise offen für Neues in ihrer Welt. Deshalb sind sie in der Lage, ihr Leben selbst
zu gestalten und dementsprechend zu genießen.

Schon vor rund 2.400 Jahren sagte Sokrates: “Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.”

Manfred Flügge